Pressemitteilung
Auch im Jahr 2006 dürfen
sich die Besucher des Museums Burg Posterstein wieder auf eine Reihe
interessanter Ausstellungen freuen.
Das
Museum und der Museumsverein beschäftigen sich seit mehreren Jahren mit einem
der historischen Aspekte, die unsere Region überregional bekannt machen - dem
Musenhof der Herzogin Anna Dorothea von Kurland im Schloss zu Löbichau.
Die
Herzogin Anna Dorothea von Kurland (1761-1821), eine schöne, begehrte und vor
allem reiche Dame der herrschenden europäischen Adelsgesellschaft, gehörte zu
jenen bekannten Salonieren des 19. Jahrhunderts, die weltoffen und geistreich
gleichsam als Vermittlerinnen von Kultur und Politik agierten. Ihr Medium war
die Konversation. Als Herzogin erhielt Anna Dorothea Zugang zu den höchsten
gesellschaftlichen Kreisen, besonders zu den Höfen in Berlin, St. Petersburg
und Paris: Metternich, Alexander I., Friedrich Wilhelm III., Napoleon und Talleyrand kannte sie persönlich. Dieser Umstand
ermöglichte ihr einen ganz speziellen Anteil an der Gestaltung europäischer
Geschichte.
Nach
der Abtretung des Herzogtums Kurland an Russland nahm die Herzogin 1795 ihren
Wohnsitz in ihrer neu erworbenen Residenz Löbichau.
Dieser alte mitteldeutsche Adelssitz liegt strategisch günstig, auf halbem Weg zwischen Berlin und
Karlsbad, zwischen Dresden und Erfurt und in der Nähe der damaligen geistigen
Zentren Weimar und Jena. Die Herzogin arrangierte in ihren Schlössern Löbichau und Tannenfeld ein reges gesellschaftliches Leben,
das Politik, Literatur, Malerei, Musik und Wissenschaft vereinte. Hier traf man
sich zu politischen Disputen, Vorträgen, Festen, Theateraufführungen, Lesungen
oder Konzerten.
Der
Salon war einer der bekanntesten seiner Art im beginnenden 19. Jahrhundert.
Seine Impulse resultierten aus den erstklassigen Beziehungen der Herzogin zu
den höchsten gesellschaftlichen Kreisen Europas, aus dem damit verbundenen
Netzwerk der Personen und Beziehungen und aus den Aufenthalten Anna Dorotheas
in bekannten Berliner und Pariser Salons und den Begegnungen im mondänen
Karlsbad. Zeitweise weilten bis zu dreihundert Gäste gleichzeitig am Ort, der
Bekannteste war Zar Alexander I. von Russland, der 1808 Löbichau
besuchte, um eine Verbindung mit der Familie des französischen Außenministers Talleyrand zu vermitteln.
14. Mai – 30.
Juli
Es ist der Erfolg,
der die großen Männer macht.
aus der
Kunstbibliothek Bernhard August von Lindenaus
Sammlung Lindenau-Museum Altenburg
Eine Ausstellung
zum deutsch-französischen Jahr
20. August – 31.
Oktober
Wo ich einst
residierte, wo ich Fürstin des Landes war...
Eine Ausstellung
zum deutsch-französischen Jahr
Eine gemeinsame Ausstellung
mit Partnern aus Frankreich, Polen und Lettland. Sie verbindet die Orte an
denen die Herzogin Anna Dorothea von Kurland politisch und gesellschaftlich gewirkt
hat. Die Informationsausstellung bietet einen Überblick über die
historischen Zusammenhänge und zeigt die handelnden Personen als
kosmopolitische Weltbürger.
Die Ausstellungstexte sind
in 5 Sprachen, Deutsch, Französisch, Polnisch, Lettisch, Englisch verfasst. Die
Exposition wird in der Folge in Frankreich, Lettland und Polen gezeigt.
Anlässlich des 245.
Geburtstages der Herzogin von Kurland:
3.
und 4. Februar, Bürgersaal Löbichau, 19.00 Uhr
5.
Februar, Burg Posterstein, 15.00 Uhr
Eine musikalische Lesung aus
den Tagebüchern der Herzogin von Kurland
Paris
30. September - 1. Oktober
Offizielle Übergabe eines Reliefs der Herzogin von Kurland an die
Kirchgemeinde Le Billettes. Gemeinsam mit
Vertretern der Kirchgemeinde Großstechau, des
Museumsvereins Burg Posterstein und Angehörigen der Familien.
Telefon (034496)
22595 Fax (034496) 23305
e-Mail : info@burg-posterstein.de Internet: www.burg-posterstein.de